„Wo kann ich mein Unternehmen kostenlos eintragen, um Backlinks zu bekommen?“ Diese Frage hören wir oft. Die ehrliche Antwort: Starke Backlinks bekommst du durch Verzeichniseinträge nur selten. Trotzdem gehören die richtigen Einträge zu den wichtigsten Grundlagen für Local SEO. Sie machen dich auf mehr Plattformen auffindbar, bestätigen Google deine Firmendaten und bringen Kunden direkt zu dir. In diesem Beitrag findest du die wichtigsten kostenlosen Branchenverzeichnisse und Plattformen für 2026, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und die Angebote, um die du besser einen Bogen machst.
Das Wichtigste in Kürze
- Zuerst die großen drei: Google Unternehmensprofil, Bing Places und Apple Business sind kostenlos und am wichtigsten.
- Links aus Verzeichnissen sind meist schwach: Ihr Wert liegt in Sichtbarkeit, Vertrauen und einheitlichen Firmendaten, nicht in Linkkraft.
- Einheitliche Daten zählen: Name, Adresse und Telefonnummer müssen überall exakt gleich sein.
- Masse schadet: Google wertet Links aus minderwertigen Verzeichnissen und automatischen Eintragsdiensten als Link-Spam.
Stand: Oktober 2026
Bringen Verzeichniseinträge wirklich Backlinks?
Ein Backlink ist ein Link von einer anderen Website auf deine. Gute Backlinks sind wie Empfehlungen: Sie stärken das Vertrauen von Google in deine Seite. Bei Branchenverzeichnissen gibt es zwei Haken. Viele Einträge enthalten gar keinen Link zu deiner Website, oder er ist als „nofollow“ markiert. Damit gibt er Google kaum Empfehlungskraft weiter. Und Google nennt in seinen Spam-Richtlinien ausdrücklich Links aus minderwertigen Verzeichnissen und automatisch erstellte Links als Beispiele für Link-Spam.
Trotzdem lohnen sich die richtigen Einträge – nur aus anderen Gründen:
Kunden suchen nicht nur bei Google, sondern auch in Karten-Apps, Telefonbüchern und Bewertungsportalen.
Viele gleiche Nennungen von Name, Adresse und Telefon zeigen Google, dass deine Angaben stimmen.
Einträge mit Bewertungen und Fotos überzeugen, bevor ein Kunde überhaupt deine Website sieht.
KI-Assistenten greifen auf Daten aus Verzeichnissen und Plattformen zurück, wenn sie Anbieter empfehlen.
Gerade der letzte Punkt gewinnt an Bedeutung. In der Experten-Umfrage „Local Search Ranking Factors 2026“ von Whitespark verlieren klassische Verzeichnis-Nennungen für das normale Ranking zwar leicht an Gewicht. Bei der Sichtbarkeit in KI-Suchen gehören aber drei der fünf wichtigsten Faktoren zu genau diesen Nennungen.
NAP: Warum einheitliche Firmendaten so wichtig sind
NAP steht für Name, Adresse und Phone, also Telefonnummer. Jede Nennung dieser Daten im Netz nennt man „Citation“. Je öfter deine Daten an verschiedenen Stellen identisch auftauchen, desto sicherer ist sich Google, dass sie stimmen. Widersprüchliche Angaben sorgen dagegen für Verwirrung – bei Google und bei Kunden, die vor einer alten Adresse stehen.
Lege deshalb einmal fest, wie dein Firmenname, deine Adresse und deine Telefonnummer geschrieben werden – genau so wie im Impressum – und verwende diese Schreibweise überall. Auch Kleinigkeiten wie „Str.“ statt „Straße“ oder eine Handynummer statt der Festnetznummer solltest du vermeiden.
Die Pflicht-Einträge: Google, Bing und Apple
Bevor du dich um weitere Verzeichnisse kümmerst, sollten diese drei Einträge vollständig und gepflegt sein. Sie sind kostenlos und erreichen die meisten Menschen, die lokal nach einem Anbieter suchen:
Die mit Abstand wichtigste Plattform: Dein Eintrag erscheint in der Google-Suche und in Google Maps.
business.google.com ↗Für Bing und alle Dienste, die Bing-Daten nutzen. Seit Oktober 2025 läuft Bing Places über ein neues Portal, dein Google-Profil lässt sich direkt importieren.
bing.com/forbusiness ↗Der kostenlose Apple-Dienst für deinen Eintrag in Apple Karten und für Siri – wichtig für alle iPhone-Nutzer. Er ersetzt das frühere Apple Business Connect.
business.apple.com ↗Wie du dein Google-Profil Schritt für Schritt vollständig ausfüllst, zeigt unser Ratgeber Google My Business optimieren. Wie du es danach mit regelmäßigen Beiträgen aktiv hältst, erklärt unsere Google Business Profile Strategie.
Kostenlose Branchenverzeichnisse in Deutschland
Nach den großen drei folgen die bekannten deutschen Verzeichnisse. Sie werden von Kunden genutzt und liefern die wichtigsten Nennungen deiner Firmendaten. Bevor wir zur Liste kommen, ein Tipp in eigener Sache:
Unser eigenes Branchenverzeichnis
BranchenAtlas: kostenloser Premium-Eintrag für alle
Mit dem BranchenAtlas bauen wir ein eigenes Branchenverzeichnis für Unternehmen aus allen Branchen auf. Dort bekommst du nicht nur einen Grundeintrag, sondern den Premium-Eintrag kostenlos.
- Premium-Eintrag für alle Unternehmen gratis
- Ideal, um deine einheitlichen Firmendaten zu hinterlegen
- Von dem Team, das hinter RocketSEO steht
Diese Plattformen bieten einen kostenlosen Eintrag an. Wir haben die Angebote im September 2026 geprüft, ein Klick auf den Namen führt dich direkt zur Anmeldung:
| Verzeichnis | Für wen | Kostenlos | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Das Örtliche | alle Branchen | Grundeintrag | Klassisches Telefonbuch, besonders bei älteren Kunden beliebt. Ein Website-Link ist im Gratiseintrag nicht zugesichert. |
| Das Telefonbuch | alle Branchen | Grundeintrag | Auch hier ist ein dauerhafter Website-Link im Gratiseintrag nicht zugesichert. |
| Gelbe Seiten | alle Branchen | Grundeintrag | Laut Gelbe Seiten ohne Website-Link. Erweiterte Einträge kosten Geld – Laufzeit vor Abschluss genau prüfen. |
| 11880.com | alle Branchen | Firmeneintrag | Website-Feld im Gratisformular, zusätzlich kostenpflichtige Werbepakete. |
| meinestadt.de | lokale Betriebe | Branchenbuch-Eintrag | Branchenbuch mit Bezug zu deiner Stadt. |
| Cylex | alle Branchen | Firmeneintrag | Großes Branchenverzeichnis mit Bewertungsfunktion. |
| golocal | alle Branchen | Geschäftseintrag | Branchenbuch mit Bewertungen. |
| Yelp | Gastro, Handel, Dienstleister | Unternehmensseite | Bewertungsplattform mit eigener App, Webadresse im Formular. |
| KennstDuEinen | lokale Dienstleister | Firmeneintrag | Bewertungsportal mit Website-Feld im Gratiseintrag. |
| onlinestreet | alle Branchen | Basisprofil | Basisprofil mit einem Link zu deiner Startseite. |
| das ist nah | lokale Betriebe | Grundeintrag | Grundeintrag inklusive Website. |
| Geolokal | Handwerk und Dienstleister | Free-Profil | Website-Feld und Vorschau direkt im Formular. |
| Marktplatz Mittelstand | kleine und mittlere Unternehmen | Firmenprofil | Website-Link im Gratisprofil nicht ausdrücklich zugesichert. |
| wo-wer-was.de | alle Branchen | Grundeintrag | Mit Website-Link, laut Betreiber als nofollow gekennzeichnet. |
| Firmenlexikon | alle Branchen | Firmeneintrag | Allgemeines Firmenverzeichnis. |
| ITSBETTER | B2B-Dienstleister | Firmeneintrag | Verzeichnis für Geschäftskunden, Website-Feld optional. |
| Brownbook | international | Business Listing | Weltweites Verzeichnis, weniger Deutschland-Bezug. |
Angebote ändern sich. Lies vor jeder Anmeldung die Bedingungen und wähle immer bewusst den kostenlosen Eintrag. Telefonische Angebote für „Premium-Einträge“ musst du nicht annehmen.
Branchenportale und Bewertungsplattformen
Noch wertvoller als allgemeine Verzeichnisse sind Plattformen, auf denen gezielt nach deiner Branche gesucht wird. Hier findest du Kunden, die schon wissen, was sie brauchen:
Tripadvisor ist für Restaurants, Hotels und Ausflugsziele Pflicht.
jameda bietet ein kostenloses Basisprofil für Praxen.
wer liefert was ist die bekannte Plattform für Geschäftskunden.
dasauge, Macherportal, Clutch, GoodFirms und Sortlist bieten kostenlose Profile mit Portfolio.
ProvenExpert und Trustpilot haben kostenlose Einstiegstarife mit eingeschränkten Funktionen.
Viele Regionen führen eigene Firmenverzeichnisse, in Bayern zum Beispiel Key to Bavaria. Frag bei deiner Wirtschaftsförderung nach.
Auf kununu bewerten Mitarbeiter und Bewerber dein Unternehmen als Arbeitgeber.
Facebook, Instagram, LinkedIn und XING bieten kostenlose Unternehmensseiten mit Link zu deiner Website.
Wähle nur die Portale, die zu deinem Geschäft passen. Ein Malerbetrieb braucht kein Profil auf einer Restaurant-Plattform. Ein Eintrag auf dem Portal deiner Innung oder deines Fachverbands bringt dagegen echte Interessenten.
Die wertvollsten Links: lokal und echt
Richtige Backlinks mit Empfehlungskraft entstehen dort, wo echte Beziehungen bestehen. Für lokale Unternehmen sind das die besten Quellen:
- Stadtportal und Wirtschaftsförderung: Viele Städte und Landkreise führen Firmenverzeichnisse für ansässige Betriebe.
- Vereine und Sponsoring: Unterstützt du den Sportverein oder ein Stadtfest, wirst du oft auf deren Website genannt.
- Kammern, Innungen und Verbände: Frag bei deiner IHK, Handwerkskammer oder Innung nach einem Mitgliederverzeichnis. Die Angebote sind regional sehr unterschiedlich – die IHK Berlin hat ihre Firmendatenbank zum Beispiel Ende 2025 eingestellt.
- Partner und Lieferanten: Hersteller, Händler und Kooperationspartner verlinken häufig ihre Fachbetriebe.
- Lokale Presse: Ein neues Angebot, ein Jubiläum oder ein Ehrenamt sind gute Anlässe für einen Bericht.
- Gastbeiträge in Fachmedien: Manche Fachmagazine und Blogs veröffentlichen kostenlose Gastbeiträge mit Link in der Autorenbox – vorausgesetzt, der Beitrag bringt den Lesern echten Mehrwert und ist keine Werbung.
Wie du solche Links Schritt für Schritt aufbaust, liest du in unserem Ratgeber Linkbuilding für Google. Wenn du dir den Aufwand sparen möchtest, übernehmen wir den Aufbau hochwertiger Backlinks für dich.
So trägst du dich richtig ein: Schritt für Schritt
Mit einem festen Ablauf sind die wichtigsten Einträge an wenigen Nachmittagen erledigt. Wichtig ist die Reihenfolge – und dass du überall dieselben Daten verwendest:
Name, Adresse und Telefonnummer exakt wie im Impressum, dazu Website, Öffnungszeiten, eine kurze und eine lange Beschreibung, Logo und gute Fotos.
Google Unternehmensprofil, Bing Places und Apple Business vollständig ausfüllen und bestätigen.
Danach die bekannten Verzeichnisse aus der Liste oben – immer mit denselben Daten.
Branchenportale, Verbände, Stadtportal und Kammern ergänzen, die zu deinem Betrieb passen.
Notiere jede Plattform mit Zugangsdaten und Datum. So findest du bei einem Umzug alle Einträge wieder.
Einmal im Jahr alle Daten prüfen, Bewertungen beantworten und doppelte Einträge entfernen lassen.
Achte auch auf deine eigene Website: Die Firmendaten im Impressum, im Footer und auf der Kontaktseite sollten genau mit deinen Einträgen übereinstimmen. Was auf der Website sonst noch für gute Rankings sorgt, zeigt unser Leitfaden OnPage SEO für kleine Unternehmen.
Finger weg: Diese Angebote schaden mehr, als sie nützen
Rund um Einträge und Backlinks gibt es viele zweifelhafte Angebote. Diese vier solltest du kennen:
„Ihre Firma in 500 Verzeichnissen“ für wenig Geld. Die Links stammen meist aus wertlosen Katalogen und gelten als Link-Spam.
Seiten, die nur aus Linklisten bestehen und keine echten Besucher haben, schaden eher, als dass sie helfen.
Bezahlte Links ohne Kennzeichnung als „sponsored“ oder „nofollow“ verstoßen gegen die Google-Richtlinien.
Formulare oder Rechnungen, die wie ein offizielles Schreiben aussehen, aber einen teuren Vertrag auslösen. Erst lesen, dann unterschreiben.
Eine wichtige Regel von Google gilt auch hier: Ein besseres lokales Ranking lässt sich weder beantragen noch kaufen. Entscheidend sind Relevanz, Entfernung und Bekanntheit – und Bekanntheit entsteht unter anderem durch Links von anderen Websites und durch Bewertungen.
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Fazit: Qualität und Einheitlichkeit statt Masse
Kostenlose Branchenverzeichnisse sind kein Zaubermittel für Backlinks, aber ein wichtiger Baustein für deine lokale Sichtbarkeit. Starte mit Google, Bing und Apple, ergänze die bekannten deutschen Verzeichnisse und die Portale deiner Branche und achte darauf, dass deine Firmendaten überall identisch sind. Echte Backlinks entstehen anschließend über lokale Partner, Vereine, Verbände und die Presse. Massen-Einträge und gekaufte Links lässt du links liegen. So baust du Schritt für Schritt eine Präsenz auf, der Google und deine Kunden vertrauen. Wie dein gesamter Auftritt bei Google stärker wird, erfährst du auf unserer Seite zu Local SEO.
Häufige Fragen zu kostenlosen Branchenverzeichnissen
Welche Branchenverzeichnisse sind kostenlos?
Kostenlos sind unter anderem das Google Unternehmensprofil, Bing Places, Apple Business, Das Örtliche, Das Telefonbuch, 11880.com, meinestadt.de, Cylex, golocal, Yelp, KennstDuEinen und onlinestreet. In unserem eigenen Verzeichnis BranchenAtlas ist sogar der Premium-Eintrag kostenlos. Bei Gelbe Seiten ist der Grundeintrag kostenlos, erweiterte Einträge kosten Geld.
Bringen Einträge in Branchenverzeichnissen gute Backlinks?
Meist nicht. Viele Einträge enthalten keinen Link oder einen Link mit dem Attribut nofollow. Ihr Wert liegt in mehr Auffindbarkeit, Vertrauen und einheitlichen Firmendaten. Starke Backlinks entstehen eher über lokale Partner, Vereine, Verbände und die Presse.
Wie viele Verzeichniseinträge brauche ich?
Es gibt keine feste Zahl. Wichtiger als die Menge sind vollständige Einträge bei Google, Bing und Apple, die bekannten deutschen Verzeichnisse und die Portale deiner Branche und Region – mit überall identischen Daten.
Was bedeutet NAP bei Local SEO?
NAP steht für Name, Adresse und Telefonnummer eines Unternehmens. Diese Daten sollten auf deiner Website und in allen Einträgen exakt gleich geschrieben sein, damit Google sie eindeutig deinem Unternehmen zuordnen kann.
Sind Webkataloge schädlich?
Minderwertige Webkataloge und automatische Eintragsdienste stuft Google als Link-Spam ein. Sie bringen keine Besucher und können im schlimmsten Fall schaden. Seriöse Verzeichnisse mit echten Nutzern sind dagegen unbedenklich.
Muss ich für einen Eintrag bei Gelbe Seiten bezahlen?
Nein. Der Grundeintrag mit Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten ist kostenlos, enthält laut Gelbe Seiten aber keinen Link zu deiner Website. Für erweiterte Einträge fallen Kosten an, deshalb solltest du Laufzeit und Preis vorher genau prüfen.
Was muss ich bei einem Umzug oder einer neuen Telefonnummer tun?
Ändere zuerst deine Website und dein Google Unternehmensprofil, danach alle weiteren Einträge anhand deiner Liste. Alte oder doppelte Einträge solltest du korrigieren oder entfernen lassen, damit keine widersprüchlichen Daten im Netz bleiben.






